40 Jahre Werkbundarchiv

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Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge wagt am 24. Januar 2013 um 19 Uhr einen Blick zurück auf 40 Jahre institutionelle Geschichte.

Im Gespräch mit dem langjährigen Wegbegleiter des Museums Joachim Krausse – Berliner Kulturwissenschaftler und Designtheoretiker – wird der Gründungskontext in den 70er Jahren mit der besonderen Aufmerksamkeit für die Alltagskultur thematisiert. Mit dem zweiten Gast Jana Scholze – museologische Erforscherin des Werkbundarchivs und ehemaliges Vorstandsmitglied – heute Kuratorin am Victoria & Albert Museum London – wird die Wendung zu den Dingen in den 90er Jahren genauer betrachtet, die mit der Umbenennung in Museum der Dinge 1999 ihren Ausdruck fand.

Von Beginn 1972 an gab es im Werkbundarchiv ein klares Bekenntnis zu einer auf die Gegenwart und Zukunft gerichteten Aktivität und zu dem Fokus auf die alltägliche Sachkultur. Der Architekturhistoriker Julius Posener schrieb im 1. Werkbundjahrbuch 1972: „Es war niemals daran gedacht, dass das Werkbundarchiv lediglich Werkbund-Dokumente zusammentragen und bestenfalls auswerten solle: es leistet Werkbundarbeit, indem es die Geschichte interpretiert. Das ist sein Zugang zur Erforschung von Gegenwartsfragen (…). Als ein zentraler Forschungsschwerpunkt wurde im Jahrbuch 1 formuliert: „die Grundlagen der ästhetischen Kultur im zwanzigsten Jahrhundert, insbesondere der Alltagskultur breiterer Volksmassen, deren Ursachen und Hintergründe, Vorfindlichkeit und Veränderbarkeit“. Der frühere Untertitel „Museum der Alltagskultur des 20. Jahrhundert“ zeugt davon.

Ort:
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Oranienstraße 25
10999 Berlin