Hamburger Bahnhof: Architektonika

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Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin zeigt noch bis zum 12. Februar 2012 in den Rieckhallen die Ausstellung Architektonika mit skulpturalen, malerischen, fotografischen und filmischen Werken, die in unterschiedlicher Weise auf Architektur Bezug nehmen.

Die Sammlungspräsentation mit Arbeiten aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und aus den Sammlungen der Nationalgalerie sowie mit einigen ausgewählten Leihgaben zeigt, wie vielfältig bildende Künstlerinnen und Künstler seit den 1960er Jahren an der Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur gearbeitet haben: Die Skulpturen, Bildräume und Raumkonstruktionen der bildenden Kunst greifen architektonische Formen auf, und sie reflektieren und kommentieren gängige Praktiken in der Gestaltung von Gebäuden und urbanen Räumen. In den Vordergrund treten die plastischen und bildhaften Qualitäten von architektonischen Strukturen, ohne dass soziale und ökonomische Implikationen der gebauten Welt aus dem Blick geraten. Es werden imaginäre Räume eröffnet oder Erinnerungen an bekannte Bauten und inzwischen historisch gewordene Zukunftsvisionen geweckt.

Zu sehen sind Werke von: Absalon, Jürgen Albrecht, Carl Andre, Sophie Calle, Nina Fischer & Maroan el Sani, Peter Fischli / David Weiss, Thomas Florschuetz (siehe Bild oben), Isa Genzken, Dan Graham, Mika Taanila, Rachel Khedoori, Sol LeWitt, Gordon Matta-Clark, Bruce Nauman, Manfred Pernice, Andrea Pichl, Ascan Pinckernelle, Hermann Pitz, Dieter Roth & Björn Roth, Jason Rhoades, Anri Sala, Thomas Schütte, Thomas Struth, James Turrell und Jeff Wall.

Neben den Werken der bildenden Kunst werden in einem Exkurs vier in Deutschland tätige visionäre Architekten vorgestellt, um beispielhaft auf die Bedeutung der visionären Architektur für den Dialog zwischen Kunst und Architektur im Laufe des 20. Jahrhunderts zu verweisen: Bruno Taut und Wenzel Hablik sind mit ihren Entwürfen für Kristall- und Kuppelbauten aus der Aufbruchszeit der Moderne vertreten, und von Frei Otto und Ludwig Leo, die in der zweiten Jahrhunderthälfte auf unterschiedliche Weise Funktionalität und Bildhaftigkeit in der Architektur verbanden, werden Modelle bzw. Entwurfszeichnungen präsentiert.

Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Gabriele Knapstein

Thematische Führungen finden statt: samstags 18 Uhr und sonntags 14 Uhr (keine Führungsgebühr)

Ort:
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstrasse 50-5
10557 Berlin

Öffnungszeiten:
Di – Fr 10 – 18, Sa 11 – 20, So 11 – 18 Uhr

Bild:
Thomas Florschuetz
Ohne Titel (Palast) 53, 2006
C-Print, 183 x 228 cm
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie
© VG Bild-Kunst, Bonn