Askania Uhren

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Seit Anfang diesen Jahres gibt es sie wieder: die Uhrenmanufaktur Askania in Berlin. Damit kehrt das Unternehmen 135 Jahre nach seiner Gründung in Berlin-Friedenau wieder zu seinem Ursprung zurück und die deutsche Hauptstadt bekommt ihre einzige Uhrenmanufaktur, die sich bei aller Konzentration aufs traditionsbewußte Uhren-Design auch hoffentlich den dunklen Seiten Ihrer Unternehmensgeschichte stellen wird.

Einstmals Lieferant von Navigationsinstrumenten und Observationsgeräten der kaiserlichen Marine. Später das bedeutendste deutsche Unternehmen für Luftfahrtinstrumente, Borduhren und Flieger-Armbanduhren.
Die Firma blickt auf ihrer Homepage mit Stolz zurück: “1871 ruft Carl Bamberg – Sohn eines Uhrmachers und Zögling von Carl Zeiss – eine Manufaktur ins Leben, die ihrer Zeit weit vorauseilende Präzisionsgeräte für Marine, Observatorien, Forschung und Expeditionen herstellt. Askania wächst dank großer Innovationen und verlässlicher Technik, beschäftigt bis zu 15.000 Mitarbeiter und wird zum bedeutendsten deutschen Unternehmen für Luftfahrtinstrumente. In den 20er bis 40er Jahren gibt es kaum ein Flugzeug ohne Askania Bordinstrumente, auf die man sich bei jedem Wetter, in jeder Situation und zu jeder Tages- und Nachtzeit verlassen kann.”
Unerwähnt bleiben an dieser Stelle leider die Zwangsarbeiter, die im 3. Reich für das Unternehmen arbeiten mussten und wie “die askania-typischen Werte Präzision, Zuverlässigkeit und Innovation” bestimmt auch die deutschen Kriegsmachenschaften unterstützten.

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Das Bild zeigt links Elly Beinhorn in Ihrem Lieblingsflugzeug Messerschmitt Taifun mit Askania-Instrumentierung und rechts den aktuellen Askania Tempelhof Chronograph (ab EUR 1.995,-), benannt nach dem legendären Flughafen Tempelhof. Und so folgt das Zifferblatt dann auch nüchtern und sachlich den Grundformen des Flughafengebäudes.

Askania AG, Roennebergstraße 3a, 12161 Berlin-Friedenau
Öffnungszeiten Montag-Samstag 10-16 Uhr, Donnerstag 10-22 Uhr