August Endell im Bröhan Museum

Das Bröhan Museum Berlin zeigt vom 29. März bis 20. Mai 2012 die Kabinettausstellung Um die Schönheit mit Werken des Berliner Architekten und Formkünstlers des Jugendstils August Endell.
August Endell gehört neben Otto Eckmann und Henry van de Velde zu den Hauptvertretern des Jugendstils in Berlin und zählt unbestritten zu den Protagonisten des Deutschen Jugendstils überhaupt. Trotzdem wurde Endell bisher nur wenig Aufmerksamkeit in der Forschung und öffentlichen Wahrnehmung zuteil. Die Kabinettausstellung im Bröhan-Museum beleuchtet nun das Gesamtwerk des Künstlers mit dem Schwerpunkt auf den Berliner Jahren. Es ist die erste Ausstellung zu Endell in Berlin überhaupt.
Die Kabinettausstellung im Bröhan-Museum zeigt einige Arbeiten Endells (Raumkunst und Grafik) aus dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie aus dem Bestand des Bröhan-Museums. Auch Stuckelemente aus dem von Endell entworfenen Haus am Steinplatz, Berlin, sind zu sehen. Des Weiteren Originalschriften, z. B. Endells Buch „Um dieSchönheit“aus dem Besitz der Akademie der Künste Berlin, sowie kunsthistorische Fachzeitschriften mit Artikeln von und über Endell aus den Beständen der Berliner Universitätsbibliotheken und dem Bröhan-Museum. Darüber hinaus wird die breite Entwurfstätigkeit Endells vor allem durch Fotografien und Reproduktionen dokumentiert. Kabinettausstellung und Begleitpublikation gehen zurück auf eine Internationale Tagung des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität Berlin im April 2010. Die Ausstellung ist eine Kooperation der Freien Universität Berlin mit dem Bröhan-Museum und wurde, wie auch die Publikation, durch die Ernst von Siemens Kunststiftung München gefördert.
Die umfangreiche wissenschaftliche Begleitpublikation stellt den neuesten Stand der Forschung zum Architekten und Formkünstler dar. Als typischer Künstler der Lebensreformbewegung um 1900 war August Endell vielseitig tätig: Er arbeitete als Architekt, Innenarchitekt, Formkünstler, Kunsttheoretiker und Kunstschulreformer. Mit seinem architektonischen Erstlingswerk des Fotoateliers Elvira in München schuf er 1898/99 ein Hauptwerk der neuen Architektur. Nicht in der bayerischen Metropole, sondern in Berlin, wo er von 1901 bis 1918 lebte, entstand der größte Teil seiner Arbeiten. Hier vollzog er die Wende von der expressiven Ornamentik des „Wolzogen-Theaters“ über die in der Formgebung beruhigten Hackeschen Höfe hin zur sachlich-funktionalen Werkbund-Moderne der Trabrennbahn in Mariendorf.
Ort:
Bröhanmuseum
Schloßstr. 1a
14059 Berlin
Öffnungszeiten:
Di bis So von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen
Eintritt: 6,- €, erm. 4,- € (inkl. Eintritt Dauerausstellung), jeden ersten Mittwoch im Monat Eintritt frei
Bild:
August Endell
Hackesche Höfe, Berlin-Mitte
Foto: Michael Imhof Verlag







22. March 2012 um 16:40
Danke für den Tipp. Werde auf jeden Fall zu der Ausstellung gehen. Habe schon viel über den Künstler gehört!
29. March 2012 um 13:24
Ich kann mich da nur anschließen. Die Hakeschen Höfe habe ich schon zwei mal besucht und war von der Architektur begeistert. Ich bin gespannt auf die Ausstellung.