Bilder Bauen Bilder

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Die Architektur Galerie Berlin eröffnet heute Abend um 19 Uhr die Ausstellung Bilder Bauen Bilder, einen Kreislauf von Bildern, die aus dem Denken und Entwerfen des Münchner Büros 03 Architekten entstanden sind. Bilder, die einerseits Architektur aus der Sicht der Architekten veranschaulichen, andererseits als Abbild Eingang in die unterschiedlichsten Medien finden. Und letztlich als fiktive Bilder die Architektur vielleicht sogar stärker definieren als das real Gebaute?

Auf der Homepage der Galerie wird das Konzept beschrieben:

“Grundlage dieser Ausstellungskonzeption ist die Tatsache, dass der Entwurfsprozess bei 03 Architekten von einem beinahe obsessiven Sammeln und Produzieren von Bildern in Form von Modellfotos, Renderings und assoziativen Motiven geprägt ist. Werden diese Bilder dann in der Öffentlichkeit oder beim Bauherrn platziert, funktionieren sie – je nach Interessenslage – als politisches, wirtschaftliches oder gestalterisches Werkzeug. Für die Architekten bedeutet das aber nicht nur, dass sie ein Projekt in ihrem Sinne inszenieren können und dadurch der erhoffte Diskurs gefördert wird. Gleichzeitig ist nicht auszuschließen, dass die Bilder zu einer Art Korsage mutieren. Denn sie dienen nicht nur als Kommunikationshilfe zwischen Architekt und Bauherr, sondern werden schließlich auch zur Vermarktung von Projekten verwendet. Das Spektrum reicht dabei von Fachzeitschriften bis zu so genannten Bauherrenbroschüren, mit denen kaufkräftige Kunden angesprochen werden sollen. Bei diesem Rezeptionsspagat ist nicht auszuschließen, dass in der Öffentlichkeit ein vollkommen anderes Bild entsteht, als es die Architekten beabsichtigt haben oder selbst im Kopf tragen.

Als Reflexion eigener Erfahrungen interessieren 03 Architekten folgende Fragen: Führt die Bildgläubigkeit unserer Gesellschaft letztlich dazu, dass die fiktiven Bilder das real Gebaute überwiegen? Inwieweit wird Architektur nicht allein von Raum oder Fassade definiert, sondern von deren Abbild? Und schließlich: Wie geht der Architekt damit um, wenn er als Verfasser den Umgang mit der Abbildung seines Werkes nur bis zu einem gewissen Grade steuern kann? Denn so unterschiedlich deren Verwendung auch ist, als Abbild von Gebautem stehen sie immer für die Selbstdarstellung der eigenen Profession. 03 Architekten thematisieren mit der Ausstellung den eigenen Umgang mit diesem Kreislauf und verdeutlichen so gleichzeitig einen wesentlichen Teil ihrer Arbeitsweise.

Ergänzt wird die parallele Projektion von jeweils vier Bildern durch Einbauten des Münchner Objektkünstlers Matthias Männer. Seine überdimensionalen „Schaukästen“ fokussieren den Blick vom Straßen- in den Galerieraum und umgekehrt.”

Ort:
Architektur Galerie Berlin werkraum
Karl-Marx-Allee 96
10243 Berlin

Zeit:
19.03.–24.04.2010
Di-Fr 14-19 Uhr
Sa 12-16 Uhr sowie nach Vereinbarung

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