CUCULA

design projekt flüchtlinge berlin

Das Unternehmen von und für Flüchtlinge CUCULA ist ein Modellbetrieb, der Flüchtlinge dabei unterstützt, sich durch die Produktion von Designklassikern selber eine berufliche Zukunft zu bauen.

Durch die Produktion exklusiver Designmöbel, die Wegzeichen ihrer schwierigen Reise übers Mittelmeer integrieren, geben die jungen Männer ihrer eigenen Geschichte und der Vision einer selbstbestimmten Zukunft Gestalt: ihre Möbel werden zu „Botschaftern“. CUCULA soll ihnen dabei helfen, die Stigmatisierung als „Opfer“ zu durchbrechen,
gleichzeitig ihre Selbstwirksamkeit zu entfalten und Perspektiven für ihr selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.

Die Möbel von CUCULA sind nicht nur Designklassiker sondern stehen für die Geschichten ihrer Erbauer. Sie basieren auf dem Buch „Autoprogettazione“ von Enzo Mari, das 1974 mit seinen 19 Möbelentwürfen einen Meilenstein in Design formuliert. Entworfen als Gegenentwurf zum Formalismus und gedacht als Demokratisierung des Designs provozierte Enzo Mari eine Identifikation mit den eigenen Möbeln und einen Lern- und Reflexionsprozess. Vierzig Jahre später räumt er dem Team von CUCULA das Recht ein, die Modelle zu nutzen.

In der CUCULA-Manufaktur erwerben die Flüchtlinge handwerkliche Basisqualifikationen mit Schwerpunkt Möbelbau. Der Erlös aus dem künftigen Verkauf der Möbel dient zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts und der Ausbildung.

Ziel ist, über den Verkauf und über Spendeneinnahmen fünf Ausbildungsstipendien und ein Betriebsbudget zu generieren, denn ausgestattet mit einem Ausbildungsstipendium kann für jeden der Flüchtlinge ein Visum zwecks Ausbildung erreicht werden: eine stabile Lösung, die gleichzeitig ein ökonomisch tickendes Integrationsmodell vorstellt.

Das CUCULA-Manufakturprojekt sucht Förderer, die das Projekt mit Rat und Tat begleiten und mit Sach- und Geldspenden unterstützen. Hier geht es zum Crowdfunding-Kampagne.