design schweiz bei H.-P. Jochum

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Schweizer Designer haben in der Zeit von 1930 – 1960 eine bemerkenswerte Anzahl von bedeutenden Möbeln hervorgebracht. Die Ausstellung design schweiz bei Hans-Peter Jochum widmet sich sich dieser Epoche, der Schweizer “Moderne”, deren Wurzeln auch in der BAUHAUS-Bewegung zu finden sind. Gezeigt werden Möbel und Leuchten Schweizer Designpioniere wie Hans Bellmann, Rico und Rosemarie Baltensweiler, Jacob Müller und Max Bill.

Hans Bellmann, Architekt und Möbeldesigner, entwarf ein Repertoire an Möbeln in einer neuen, klaren und ornamentlosen Formsprache und gehört zu den Wegbereitern der klassischen Moderne. Er war Schüler am Bauhaus und später Mitarbeiter im Büro von Mies van der Rohe in Berlin. Max Bill, ebenfalls Bauhaus-Schüler und später Rektor der Ulmer Schule, war maßgeblich in die Produktgestaltung der Schweiz involviert. Später wurde sein Werk vor allem mit den Begriffen der Konkreten Kunst verbunden. Das 1. Wohnhilfe-Programm, von Jacob Müller 1945 in Zürich gegründet, sollte in erster Linie als Möbellieferant für die Nachkriegshilfe dienen. Die Möbel (Tisch, Bank, Stuhl und Hocker) bestehen aus genormten Einzelteilen aus Buchenholz und wurden zerlegt im Karton verschickt. Sie weisen direkte handwerkliche und ökologische Bezüge auf und wirken bodenständig charmant. Rosemarie und Rico Baltensweiler entwarfen in alle Richtungen drehbare, kühl und technische wirkende Lampen, deren Design jedoch eine elegante und internationale Ausstrahlung hat. Außerdem werden Enwürfe von Kuth Thut und Uli Wieser, sowie der legendäre “Volksschrank” (1933) von Max Ernst Haefeli gezeigt.

Zur Ausstellungeröffnung wird das Soundpiece Swiss Chalet von Andreas Reihse gespielt.

Zeit:
Eröffnung: 23.06. 2011, 18 – 21 Uhr
Ausstellung: 23.06. – 30.07. 2011

Ort:
Hans-Peter Jochum
Knesebeckstrasse 54
10623 Berlin