Die Frankfurter Küche

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Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge integriert derzeit ein Exemplar der 1926 von Margarete Schütte-Lihotzky entworfenen Frankfurter Küche in seine Schausammlung. Zum Jour Fixe am Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 18 Uhr werden deshalb drei Dokumentarfilme gezeigt.

Die Filme mit den Titeln “Neues Wohnen – neues Bauen”, “Die Frankfurter Küche” und “Die Wohnung für das Existenzminimum” wurden 1985 von dem Designwissenschaftler Jo Krausse und dem Architekturtheoretiker Jonas Geist konzipiert und realisiert. Joachim Krausse wird einleitend zur Filmpräsentation über die Arbeit an der Dokumentation berichten.

In den Filmen ist es gelungen, die unter Leitung von Ernst May von 1925 bis 1930 in großem Maßstab realisierten Frankfurter Siedlungen als herausragende Beispiele des Neuen Bauens, sowohl aus den verschiedenen Perspektiven von Programm und Planung, als auch aus der Sicht der ersten Bewohner darzustellen.

Von den beteiligten Zeitzeugen kommen neben anderen die Architekten Bernhard Hermkes, Ferdinand Kramer und Grete Schütte-Lihotzky zu Wort, von den Vermittlern der ehemalige Leiter der «Hausrat GmbH» Paul Müller und der Laiendarsteller Ludwig Rössinger, die Küchenhersteller Anni und Otto Haarer und zahlreiche Erstbezieher der Wohnungen in den May-Siedlungen Niederrad, Praunheim, Bockenheim, Römerstadt und Westhausen. Einbezogen wurden auch die historischen Film-, Radio- und Bilddokumente z.T. aus privaten Archiven, die «Das Neue Frankfurt» nicht nur als Bauprojekt, sondern als gelebtes Kulturexperiment im Großen verständlich machen.

Ort:
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Oranienstraße 25
10999 Berlin