Die Fühlbarkeit des Digitalen

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Die 22. Ausgabe der in Berlin erscheinenden Design-Zeitschrift form+zweck ist da und widmet sich unter dem Titel Die Fühlbarkeit des Digitalen dem tangible design.

Je vielfältiger der Einsatz von Computern im Alltag, in der Wirtschaft und in der Unterhaltung wird, desto unübersichtlicher werden die Regeln, nach denen sie zu benutzen sind. Wer kennt schon die mannigfaltigen Befehle, mit denen man ihre Leistung ausschöpfen kann, damit sie uns eine Erleichterung sind, statt dass wir vor ihnen frustriert versagen.
An die Stelle aufwendig zu erlernender Programmiersprachen, an die Stelle von Befehlseingaben über Tastatur und Maus treten mehr intuitive Bedienkonzepte, die das Digitale wieder im Analogen, das Virtuelle wieder im Konkreten und Realen fühlbar werden lassen. Der Umgang mit Computern soll so selbstverständlich werden, wie das Putzen der Zähne, das Benutzen einer Zange oder das Fahren mit dem Rad.
Für derartige Konzepte hat sich seit kurzem der Begriff der “tangible”, der durch sinnliche Berührung gesteuerten Schnittstelle durchgesetzt. Die Entwicklungen unter dieser Rubrik verlaufen geradezu explosionsartig: einerseits lassen sich mit sinnlich geführten Schnittstellen Multimedia-Geräte und elektronisch gestützte Haushaltshilfen einfacher verkaufen, andererseits ergeben sich den kreativen Berufen – Designern, Medienkünstlern, Architekten, vor allem aber auch den Ingenieuren in vielfältigen Entwicklungsabteilungen – neue Möglichkeiten des Entwurfs, wenn sie statt bloßer Worte und vektorisierter Graphik gleich ihre Hände zum bildnerischen Arbeiten, ja ihren ganzen Körper zum Erschaffen von virtuellen 1:1 Modellen einsetzen können.
Schon deutet sich der nächste Schritt an. Denn Tangible User Interfaces eröffnen vor allem die Möglichkeit mit digitaler Technik zu interagieren: statt langzeiliger Programmierung und hochkomplexer Menüs zur Bedienung der Maschinen genügen raumgreifende Gesten, um die Technik zu selbständiger Aufgabenbewältigung zu veranlassen.

deutsch/englisch | 176 Seiten | 20 x 28 cm | zahlreiche Abbildungen | Fadenheftung,
Klappenbroschur | ISBN 978-935053-18-1 | Preis 34 Euro

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Thematisch passend fand letzte Woch in Bonn die Konferenz TEI – Tangible Embedded Interaction statt. Christian Zöllner hat Tagebuch geführt.