Ehrenpreis für Gestaltung

gestaltung designpreis berlin

Im Frühjahr 2013 wird in Berlin der erste Ehrenpreis für Gestaltung verliehen. Interessierte und Gestalter aller Art sind eingeladen, bis zum 28. Februar 2013 online unter www.der-ehrenpreis.de Arbeiten vorzuschlagen.

Die Auszeichnung – initiiert von der Berliner Gestalterin Juli Gudehus – würdigt in sieben Preiskategorien sämtliche gestalterischen Disziplinen und richtet sich ausdrücklich an jene, für die gestaltet wird: die Nutzer.

Mit diesem neuen offenen Auswahlverfahren bietet der Ehrenpreis für Gestaltung ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu etablierten Design-Awards, an denen kein Mangel herrscht. Üblicherweise bejubelt und belohnt sich die Branche gegenseitig. Dieser Preis ist anders. Der “Ehrenpreis für Gestaltung” ist ausdrücklich ein Gegenentwurf zu den landläufigen Preisen. Er ist außerdem viel mehr als eine bloße Auszeichnung. Das fängt schon einmal damit an, dass sich die Gestalter bei diesem “zivilen Preis” dem größten, denkbaren Forum stellen müssen, nämlich dem der Nutzer ihrer Arbeiten. Jeder Bürger kann Gelungenes vorschlagen, alle können darüber diskutieren und durch ihre Bewertungen zur Auszeichnung der besten Arbeiten beitragen. Dieser Dialog von Gestaltern und Nutzern ist mindestens so wichtig wie die Auszeichnung selbst.

Die sieben Preiskategorien lauten:

1. Begleiterscheinung
Arbeiten, die berühren oder und nachdenklich machen

2. Nächstenliebe
Arbeiten, die Respekt fördern oder und Hilfsbereitschaft erleichtern

3. Ah und oh
Erfindungen und verblüffende, experimentelle oder und raffinierte Arbeiten

4. Weniger ist mehr
Arbeiten, die Nerven, Zeit, Kraft, Ressourcen oder und Energie sparen helfen

6. Sonnenschein
Stimmungsaufhellende oder und erheiternde Arbeiten

7. Kleine Ewigkeit
Arbeiten, die wirken, als habe es sie schon immer gegeben

8. Einfach toll
Publikums-Ehrenpreis

Aus allen Einreichungen nominieren 28 Gutachter jeweils ein bis zwei Arbeiten und sieben Juroren entscheiden über die Preisträger. Die Gutachter und Juroren sowie das Datum der Preisverleihung werden noch bekannt gegeben.

Die Berliner Gestalterin Juli Gudehus startet diese ungewöhnliche Bürger-Initiative, um mit einer Art Bundesverdienstkreuz für Gestalter einen Beitrag zur Förderung des Ansehens von guter Gestaltung in Deutschland zu leisten.

Der Ehrenpreis ist eine Non-Profit-Organisation und lebt, neben dem ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten, von Fördermitteln, Spenden und Sponsoren. Etliche Unterstützer haben dem Preis bisher schon geholfen, das Licht der Welt zu erblicken. Es wird aber weiter akquiriert, um beispielsweise den Preisträgern im besten Fall auch Preisgelder zahlen zu können. Die Ausgezeichneten können sich zum einen über die unverhoffte Ehre freuen und darauf verweisen, dass ihre Arbeit von ihren Nutzern gewürdigt wurde. Zum anderen sollen sie mit Preisgeldern aber auch in die Lage versetzt werden, eine Zeit lang unabhängig zu forschen und zu entwickeln.

Sämtliche Arbeiten, Texte und Beteiligte sind und bleiben auf dem Portal sicht- und auffindbar. Über die Jahre soll so eine ständig verfügbare Schau­sammlung und Inspirationsquelle wachsen.