Freiheits- und Einheitsdenkmal

gestaltungs-wettbewerb freiheits-einheitsdenkmal berlin

Zum Gedenken an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands soll in Berlin laut Bundestagsbeschluss ein Denkmal der Freiheit und Einheit Deutschlands errichtet werden. Die 1.Stufe des Wettbewerbs wird als weltweit offener Ideenwettbewerb für bildende Künstler, Architekten und andere freischaffende Kreative ohne Beschränkung der Teilnahmeberechtigung durchgeführt.

Hier gibt es den Auslobungstext. Abgabe ist der 10.3.2009

10 Antworten zu “Freiheits- und Einheitsdenkmal”

  1. Tomas Hoke schreibt:

    BETRIFFT: Einspruch zur Juryentscheidung vom 27.4.2009

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wie Sie bereits wissen, ist die Jurierung der 1. Stufe zum Wettbewerb Freiheits- und Einheitsdenkmal Berlin abgebrochen, und ein anderes Verfahren in Aussicht gestellt worden.
    Dies entspricht nicht der Ausschreibung.
    In der Ausschreibung (sowie in der Rückfragenbeantwortung) wurde garantiert, und zwar von der Bundesregierung, dass genau dem Ausschreibungstext entsprechend das Verfahren abgewickelt wird.
    Viele teilnehmende KünstlerInnen und ArchitektInnen haben sich, aufgrund dieses garantierten objektiven Verfahrens, dazu entschlossen an dem Wettbewerb mit großem Aufwand teilzunehmen. Heute kann man sagen, sollte das Verfahren mit der gestrigen Nichtentscheidung der Jury beendet sein, dass 532 KünstlerInnen und ArchitektInnnen aus aller Welt grob fahrlässig mit falschen Tatsachen angelockt wurden und jetzt zum Schaden auch noch den Spott der Medien ernten.

    Unser Einspruch:
    Die Ausschreibung schließt dezidiert dieses jetzt entstandene Szenario aus.
    Es wurde in der Anfragebeantwortung eindeutig eine Zuladung von weiteren Künstlern und Jurymitgliedern ausgeschlossen.

    Tatsache ist, dass hier die Wettbewerbsregeln der Ausschreibung verletzt wurden, und man kann nur hoffen, dass die Verfasserbriefe nicht geöffnet worden sind. Sollte auch dies der Fall sein, stehen sicher Schadensersatzforderungen vonseiten der KünstlerInnen und ArchitektInnen ins Haus.

    Ich würde zur Abwendung größeren Schadens vorschlagen:
    Statt einem Abbruch eine Vertagung der Jurierung und bei Neuaufnahme das Beiziehen von weiteren nicht stimmberechtigten Fachleuten. Eine Zuladung von weiteren Künstlern ist nach Wettbewerbsausschreibung nicht möglich.
    Verschiebung der Ausstellung 1. Stufe

    Mit den besten Grüßen
    Tomas Hoke

  2. Mvondo Owono schreibt:

    Ich habe mich auch an dem Wettbewerb beteiligt und finde, dass die Jury sich als entscheidungsunfähig erwiesen hat.
    Mein Vorschlag sieht so aus:
    1. Das Verfahren muss wie ursprünglich vorgesehen zu Ende geführt werden
    2. Die gesamte JUry muss ausgetauscht werden
    3. Alle Teilnehmer der ersten Stufe werden in die zweite Stufe zugelassen.
    Denn, kein Teilnehmer würde das Ausscheiden hinnehmen, weil das Verfahren abgebrochen wurde.
    Nur so könnte man mögliche Schadenersatzsforderungen und weitere gerichtliche Schritte abwenden

  3. Armin Guerino schreibt:

    Für die aktuelle Debatte über ein Freiheits- und Einheitsdenkmal wurde unter http://www.freiheitsdenkmal.wordpress.com ein Blog zum Informationsaustausch zwischen KünstlerInnen und ArchitektInnen eingerichtet.
    In Sachen Schadenersatzforderungen, Einsprüche/Rügen und Sammelklagen gegen das Verfahren haben sich die Künstler- und Architektenverbände noch kaum bewegt.
    Ist das die sprichwörtliche “Ruhe vor dem Sturm”?

  4. Ingo Müller schreibt:

    Am Montag (13.7.09) organisiert der Deutsche Künstlerbund eine Diskussion zu dem Thema.
    Mehr dazu hier:
    http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Diskussion_zum_Einheitsdenkmal_in_Berlin_798887.html?source=nl

  5. Ingo Müller schreibt:

    Jetzt gibt es einen neuen Wettbewerb:
    http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Neuer_Wettbewerb_fuer_Berliner_Einheitsdenkmal_947427.html?source=nl

  6. Stefan-Jherek-Rusnak schreibt:

    Es scheint, dass der dt. Wille zur Demokratie im Punkt Einheits-und Freiheitsdenkmal in der Basis scheitert.
    Wie ich mir schon während der Teilnahme an der, noch anonym gehaltenen ersten Stufe dachte, wird man sich am Ende doch in einem nicht-anonymen Verfahren wohl für einen “großen” Namen der Kunst oder Architektur entscheiden.
    Nach einem Vorfall im Rahmen des Wettbewerbs noch vor der Jurierung habe ich auch Zweifel an der Anonymität der ersten Stufe.
    Entscheidend wird also sein vom wem der Beitrag zu diesem Denkmal kommt und nicht dessen inhaltliche Qualität.
    Ich denke auch, dass man sich dagegen wehren sollte.
    Unter diesen Vorraussetzungen ist eine Teilnahme am jetzigen Folgewettbewerb für die Basis höchst fraglich und dann sehr wahrscheinlich Perlen …..

  7. Stefan-Jherek-Rusnak schreibt:

    Dieser Blog scheint tot zu sein.

  8. Ingo Müller schreibt:

    Wohl kaum.
    Es gibt ja auch noch andere Themen und Beiträge.

  9. Stefan-Jherek-Rusnak schreibt:

    Ein richtiger Diskussionsbeitrag war das kaum.
    Farbe bekennen-bitte.
    Ich denke ich werde mit diesem Thema an die Presse gehen.

  10. Ingo Müller schreibt:

    ein neuer Beitrag zum Thema Einheitsdenkmal:
    http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Ausstellung_in_der_Galerie_Aedes_in_Berlin_1142239.html?source=nl

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