Funktionsprinzipien der Dinge

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Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge zeigt vom 26. März bis 26. April 2010 die Sammlung Funktionsprinzipien der Dinge von Tim Brauns.

Der Berliner Designer Tim Brauns sammelt seit 20 Jahren alltägliche Gebrauchsgüter und Werkzeuge auf Flohmärkten im In- und Ausland. Dabei interessieren ihn bestimmte Gestaltungslösungen und Funktionsprinzipien, die er in den Objekten erkennt und analysiert. Brauns nutzt die Fundstücke als Inspirationsquelle für seine eigene Gestaltungsarbeit, auch durch die Übertragung der in den Dingen erkennbaren konstruktiven Lösungen auf neue Kontexte. Das Werkbundarchiv stellt diese Sammlung aus, um im Vergleich mit den Museumsbeständen die verschiedenen bzw. ähnlichen Sammlungsinteressen und Ordnungsprinzipien erkennbar zu machen.

Die gesammelten Dinge werden zu einem Tableau angeordnet. Darin wird erkennbar wie Brauns die Objekte als Designer befragt. Er nimmt Entstehungszeit, Herstellungsverfahren, Material, Materialverbindungen, Qualität, Marke, Herstellungsland, lösbare Verbindungen, Anwendung, Produktname, Verpackung, Typografie, Patent, Techniken und Ästhetik der Objekte in den Blick. Wie das offene Depot im Museum der Dinge zeigt diese Sammlung Erkenntnismöglichkeiten auf, die im Sammeln, in der vergleichenden Betrachtung und in der Objektanalyse liegen.

Der Produktdesigner Tim Brauns ist gelernter Orthopädiemechaniker und hat an der HdK-Berlin und der École des Beaux-Arts in Toulouse studiert. Seit 19 Jahren ist er Mitgeschäftsführer von e27, Berlin. Brauns war vier Jahre lang Professor an der FU-Bozen und nimmt verschiedene internationale Lehraufträge wahr.

Ort:
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Oranienstraße 25
10999 Berlin

Öffnungszeiten:
Fr, Sa, So, Mo 12 – 19 Uhr
Eröffnung am 25. März 2010 um 19 Uhr