Japanischer Designpreis für C-Bot

kletter roboter Kunsthochschule Berlin Weißensee Japanese Design Foundation 2007 Niklas Galler

Niklas Galler, Student der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, hat den renommierten internationalen Designwettbewerb der Japanese Design Foundation 2007 gewonnen. Den “Gold Prize” erhielt er für seinen als Studienarbeit bei Professor Helmut Staubach im Fachgebiet Produktdesign entwickelten C-Bot, einem Kletter-Roboter für die Untersuchung von Bauwerksschäden.

Der C-Bot macht sich dabei das Adhäsionsprinzip des Geckos mit Hilfe eines neuen bionischen Materials zu Nutze, das am Max-Planck-Institut für Metallforschung entwickelt wurde. Die Haftung entsteht durch die Bündelung der Van-der-Waals-Kräfte, die an jedem einzelnen der Millionen Härchen des synthetischen Materials bei engem Kontakt mit anderen Materialien auftreten. Es bedarf dabei keiner zusätzlichen Energie. Der Haftmechanismus wird gesteuert, indem Baudenzüge die haftende Sohle einfach abpeelen und so der Kontakt zum Untergrund mit geringstem Kraftaufwand gelöst wird.

Der Roboter ist mit einem Ultraschall-Sensor an seiner Unterseite ausgerüstet und kann so z.B. Korrosionsschäden im Stahlbeton orten. Die Energieversorgung wird durch eine 600W-Brennstoffzelle gewährleistet. Drei symmetrische Achsen lassen den C-Bot in unterschiedliche Richtungen laufen, ohne dass er sich dafür neu ausrichten muss.

Das Projekt fand in Kooperation mit dem VW Design Center Potsdam, dem Roboter-Spezialisten Dr. Jörg Reiff-Stephan und dem Bioniker Stanislav Gorb statt.