Katachi – Die leise Form aus Japan
Die Ausstellung Katachi – Die leise Form aus Japan zeigt vom 3. März bis 2. Mai 2010 im Bauhaus Archiv über 100 Beispiele zeitgenössischen Produktdesigns aus Japan.
Die Objekte verbinden Design und Handwerk, Tradition und Gegenwart. Während einige schon seit Jahrhunderten fast unverändert hergestellt werden, interpretieren andere traditionelle Vorbilder ganz neu. Handwerkliche Virtuosität und Sensibilität für das Material, eine auf das Wesentliche reduzierte Form und absolute Funktionalität geben diesen Dingen ihre zeitlose Ästhetik.
Den Begriff “Katachi” kann man in “Kata” (Muster) und “Chi” (Erde) trennen. Neben diesen sehr komplexen japanischen Konnotationen, die es in anderen Sprachen nicht gibt, steht es für »Form« oder »Sinn der Form«, auch der rituelle Umgang mit dem Gegenstand klingt im Japanischen mit.
Das vielschichtige, zeitgenössische Design aus Japan wird häufig mit neuesten Technologien der Kommunikation oder Unterhaltung in Verbindung gebracht. Die von Miki Shimokawa kuratierte Ausstellung setzt einen Schwerpunkt auf Alltagsdesign aus Holz, Lack (Urushi), Eisen, Bambus, Keramik und Papier. Sie macht deutlich, dass die traditionelle japanische Produktästhetik einer Gestaltungsphilosophie unterliegt, keinem einheitlichen Gestaltungsstil. Das Produktdesign dient in seiner Schlichtheit, Vollkommenheit, Funktionalität und Materialität dem Menschen und seinen täglichen Aufgaben. Bis heute gelten viele der Produkte als Vorbild: So könnten die japanischen Holzsandalen aus dem 16. Jahrhundert Vorläufer der weit verbreiteten Flip Flops sein.
Ort:
Bauhaus-Archiv - Museum für Gestaltung
Klingelhöferstraße 14
Berlin-Tiergarten
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag 10-17 Uhr, dienstags geschlossen
Bild:
Urushi Schalenset, Foto: Björn Schmiedel






















27. February 2010 um 21:55
Schon seit langen begeistert mich das zum Teil ausgefallene aber doch durchdachte Design japanischer Gebrauchsgegenstände und Wohnmöbel. Wenn man diese Meisterwerke der Designkunst aus verschiedener Hinsicht betrachtet, öffnet sich einem das Verständnis für objektorientiertes Design. Ich glaube für mich gibt es derzeit kein besseres Design in Hinsicht auf Kunst und Gebrauch. Daher werde ich mir auf alle Fälle diese Messe ganz groß in meinen engen Terminplan eintragen.