Katalog: Kampf der Dinge

werkbundarchiv museum der dinge berlin koehler amelang

Im Rahmen der 10. Langen Buchnacht stellt das Werkbundarchiv – Museum der Dinge am Samstag, den 12. April ’08 um 19 Uhr seinen neuen Katalog Kampf der Dinge – Der Deutsche Werkbund zwischen Anspruch und Alltag vor.

Das Werkbundarchiv setzt sich in dieser bei Koehler und Amelang erschienenen Publikation mit dem Kern seiner umfangreichen Sammlungen zur Design- und Alltagskultur des 20. Jahrhunderts auseinander und wirft einen kritischen Blick auf die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des 1907 gegründeten Deutschen Werkbunds.
Diese Vereinigung strebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Reform der Alltagskultur zur modernen Sachlichkeit an und versuchte, einen neuen Verständigungszusammenhang zwischen Gestaltern, Produzenten, Verkäufern und Konsumenten zu etablieren und über ethisch fundierte Werte wie Qualität, Material- und Formgerechtigkeit, Zweckmäßigkeit und Nachhaltigkeit in Produktion und Handel durchzusetzen.
Die Polarisierung von „guter“ und „schlechter“ Form wird als ein „Kampf der Dinge“ erkennbar. Im Spannungsfeld von kurioser Vielfalt und schlichter Zweckgebundenheit zeigt sich ein facettenreiches Bild deutscher Produktkultur.

Unter dem Motto “Jedem sein Ding?” vertreten die Autorinnen und Autoren bei der Buchpräsentation ihr Ding und „streiten“ moderiert von Renate Flagmeier (Kuratorin) über Orientierung und Desorientierung in der Produktkultur.

Bis 23 Uhr besteht die Möglichkeit das Museum bei freiem Eintritt zu besichtigen.

Ort:
Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Oranienstraße 25, 10999 Berlin/Kreuzberg

Katalog: 156 Seiten; 230 überwiegend farb. Abb.; 21 x 21 cm; Klappenbroschur; 16.90 Euro; hier bestellbar