Kunst für die Straße

plakat-ausstellung berlin volksbank kunstforum 2011

Die Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank zeigt noch bis zum 8. Mai 2011 Plakate aus dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Die Ausstellung Kunst für die Straße zeigt rund einhundert, teilweise äußerst selten gezeigte Plakate.

Die von Dr. Karin Kolb und Dr. Hans-Ulrich Lehmann kuratierte Ausstellung bietet die Möglichkeit, die dynamische Entwicklung dieser massenmedialen Werbe- und Kunstform von ihrem Beginn im 19. Jahrhundert bis heute zu erleben. Die zeitliche Spannweite der ausgestellten Werke reicht von einem der Begründer des modernen Plakats, Jules Chéret, bis zu Künstlern jüngster Zeit. Plakate von Will Bradley und Ethel Reed legen Zeugnis von frühen amerikanischen Leistungen ab. Henri de Toulouse-Lautrec und Alfons Mucha sind mit wegweisenden, die deutsche Plakatkunst nachhaltig beeinflussenden Entwürfen vertreten.

Breiten Raum nehmen Kulturplakate für Kunstausstellungen in Berlin, München, Darmstadt und Wien mit individueller Gestaltung und symbolischen Formen ein. Die Mitglieder der Dresdner “Brücke” begründeten die Entwicklung des autonomen Künstlerplakats zur Werbung für eigene Ausstellungen. Für die Zeit nach 1945 steht eine größere Gruppe von Plakaten der Pariser Galerie Maeght von Künstlern wie Joan Miró oder Marc Chagall. Künstlerplakate aus den USA, beispielsweise von Jasper Johns oder Frank Stella, stehen im spannenden Dialog mit Werken deutscher Künstler. Deren Plakate, etwa von Klaus Staeck oder Manfred Butzmann, reflektieren häufig grundlegende politische und soziale Auseinandersetzungen der damaligen Zeit.

Ort:
Kunstforum der Berliner Volksbank
Budapester Str. 35
10787 Berlin

Zeit:
16. Februar – 8. Mai 2011
täglich von 10 bis 18 Uhr