lili-UdK-Gestalterinnenpreis #8

gestalterinnenpreis designerin 2011 ausstellung

Zum achten Mal werden herausragende Abschlussarbeiten der Absolventinnen der Universität der Künste Berlin mit dem lili-Preis ausgezeichnet. Ziel des Preises ist die Förderung von Frauen als Nachwuchsgestalterinnen und somit auch ihr Eintritt in die akademische Lehre.

Die Preisträgerinnen aus Architektur, Bildender Kunst, Modedesign, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, Visueller Kommunikation und Produktdesign können ihre Arbeiten durch eine Ausstellung bei designtransfer einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren und erhalten zudem die Möglichkeit, einen honorierten Workshop an der UdK zu konzeptionieren und durchzuführen – die Achterbahnfahrt in die Lehre kann beginnen.

Die Preisträgerinnen

Bildende Kunst:
Claudia Dorfmüller – still/noise (Rauminstallation)

Was passiert, wenn das weiße Rauschen in den Raum übertragen wird? Informationsleerstellen finden sich überall und sie umgeben uns immerzu. Die Komplettinstallation still/noise ist eine visuelle Annäherung an dieses Phänomen. Alle Oberflächen des Raumes sind mit der gleichen Information überzogen; die Information an sich ist unklar.

Visuelle Kommunikation:
Clara Bahlsen – Wie ich Diplom gemacht habe (Fotografie / Buchgestaltung)

Wie macht man Diplom? Wie geht man um mit Druck, Disziplin, Kreativität? Um diese Fragen zu beantworten, legte Clara Bahlsen Spielregeln fest, die über einen Zeitraum von 209 Tagen galten. Sie sahen vor, fünf medial unterschiedlich produzierte Projekte zu verwirklichen, die sich inhaltlich alle mit dem Prozess des „Diplommachens“ beschäftigen. Prozess und Produkt sind untrennbar verbunden.

Medienkunst:
Kathrin Cremer – And they lived happily ever after (Videoinstallation)

Die Charaktere Brooke und Ridge der US-amerikanischen Seifenoper „The Bold and The Beautiful“ (dt. Reich & Schön) heiraten im Durchschnitt 0,73-mal im Jahr. Die Drei-Kanal-Videoinstallation führt das Hochzeitsritual als immer wiederkehrende gesellschaftliche Zeremonie zur Schließung des „heiligen Ehebundes“ ad absurdum.

Modedesign
Melanie Eva Freier – Die Künstleruniform (Kollektion)

„Uniformität erzeugt Differenz und Mode wiederum Uniformen.“ Fünf detail- verliebt maßgeschneiderte Herrenanzüge für fünf Künstlertypen bilden einen ironischen Kommentar zu einer Gesellschaft, deren Über-Individualisierungszwang zur Uniformierung in der Mode geführt hat.

Weitere Preisträgerinnen
Architektur:
Marina Kiriakova – Bauen am Hang
Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation:
Franziska Latell – Die Suche nach dem filmischen Original
Produktdesign:
Mareike Hadeler – Nachhaltigkeit für die Masse
Sonderpreis:
Ricarda von Ribbeck

Zeit:
Preisverleihung Und Eröffnung:
Do, 20. Oktober 2011, 19 Uhr
Ausstellung:
21. – 27. Okrober 2011
Di – Fr, 10 – 18 Uhr

Ort:
designtransfer
Universität der Künste Berlin
Einsteinufer 43 – 53
10587 Berlin